| Dr. med. Hartmut Heukelbach Ambulante Operationen · Lasermedizin | |||||
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Hautarzt |
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| Obst, Früchte und Nahrungsmittel |
Eine Vielzahl von Nahrungsmitteln enthält die gefäßaktiven Aminosäuren Thyramin, Tryptamin, Serotonin, Histamin und andere pharmakologisch aktive Substanzen. Diese Substanzen Können ein breites Spektrum von Symptomen hervorrufen, die besonders den Verdauungstrakt und das Zentralnervensystem betreffen. Diese Aminosäuren werden gewöhnlich von Bakterien produziert, und werden oft in Käse (Thyramin), kontaminiertem Thunfisch (Histamin) oder Schokolade (Phenyläthylamin) gefunden. Kleinere Mengen kommen in der Natur bei vielen Nahrungsmitteln vor, z. B. in Bananen, Tomaten, Pflaumen, Avocados, Orangen und in Rotwein. Die Überempfindlichkeit gegen Früchte ist sehr häufig, gewöhnlich sind die Symptome auf Jucken in Mund begrenzt, was oft bei Kleinkindern beobachtet wird. Viele dieser in Früchten gefundenen Allergene verlieren ihre allergene Wirkung, wenn sie gekocht oder gefroren werden. Eine klinische Beobachtung zeigte, daß geschälte Früchte in vielen Fällen die allergischen Symptome nicht hervorrufen. Diese deutet darauf hin, daß die Allergene auf die Haut oder Schale begrenzt sind oder das die Haut / Schale die höchste Konzentration der Allergene enthält. Eine andere Beobachtung von klinischer Bedeutung ist das häufige Vorkommen der Überempfindlichkeit gegen Früchte und Gemüse bei Atopikern, die an einer Rhino-Konjunktuvitis, insbesondere gegen Birkenpollen, leiden. Aus zur Zeit noch nicht gänzlich geklärten Gründen weisen diese Patienten sehr oft auch Allergien gegen Nüsse, Karotten, Äpfel, Pfirsiche, Kirschen und Birnen auf. Weiterhin sind Zitrusfrüchte eine häufige Ursache von Hautrötung bei Säuglingen und Kindern. Ein Zusammenhang zwischen Nahrungsmittel-induzierten Mund-Rachen-Symptomen und Ragweed-Heuschnupfen wurden dokumentiert. (ANDERSSON,LB et al, J. Allergy Clin. Immunol. 45 (1970) S. 310). Alle Arten von Melonen und anderen Mitgliedern der Kürbis (Curcubitaceae) - Familie wie Kürbis und Gurke können Mund-Rachen Symptome bei Ragweed-empfindlichen Personen hervorrufen. ENBERG R. N. et al (Watermelon and Ragweed share allergens, J. Allergy Clin. Immunol. 79 (1987) S. 867) konnten zeigen, daß diese Mund-Rachen Symptome teilweise IgE-vermittelt sind und die Allergene innerhalb der Kürbis-Familie untereinander Kreuzreaktionen mit den Allergenen von Ragweed, ebenso auch mit Banane.
Orangen (Citruus sinensis) Generell wird angenommen, daß Tomaten und Orangen an pseudoallergischen Krankheitsbildern beteiligt sind, die nicht zu den GELL und COOMBS beschriebenen Allergietypen gehören. Die von Patienten beschriebenen Symptome wären auf die Wirkung von histaminfreisetzenden Stoffen zurückzuführen, die in diesen Lebensmitteln enthalten seien.
Die Erdbeere, verbreitet in ganz Europa und USA, ist ein allgemein bekannter Auslöser für Überempfindlichkeitsreaktionen insbesondere bei Kleinkindern. Viele dieser Reaktionen basieren auf nicht IgE-vermittelten Mechanismen, wie z. B. Aroma- oder Farbstoffempfindlichkeit. Bei empfindlichen Patienten zeigen sich Hautreaktionen.
Eine Apfelallergie besteht häufig im Zusammenhang mit Birkenpollensensibilität. Ungefähr 50 % der Birkenpollenallergiker sind nach Untersuchungen mit Hauttesten, RAST und Anamnese auch gegen Äpfel überempfindlich.
Es wurde berichtet, daß die Kiwifrucht generalisierte allergische Symptome bei hochsensitiven Patienten verursachen kann. Pollenallergiker scheinen dazu zu neigen, eine Allergie gegen Kiwifrüchte zu entwickeln.
Reaktionen auf Früchte sind häufig bei Orangen, Tomaten, Erdbeeren und Melonen, da sie die häufigsten dieser allergenen Quellen sind. Die Reaktionen treten gewöhnlich innerhalb von Minuten nach Genuß dieser Früchte auf. Nesselsucht ist vermutlich am häufigsten, jedoch wurden auch über Symptome des Magen-Darm-Traktes und anaphylaktischen Schock berichtet. Es wurde klinisch festgestellt, daß die Allergene hitzeempfindlich sind. Allergische Reaktionen gegen Melonen scheinen bei Atopikern aufzutreten, die gegen Kräuterpollen, insbesondere Ragweed, allergisch sind. Als Erklärung für das Melonen-Sensitivitäts-Ragweed-Pollinosis Syndrom wurde eine starke Kreuzreaktivität zwischen Ragweed und Honigmelone gefunden, die gemeinsame antigene Determinanten haben.
Mango gehört zu den Anacardiaceae oder Cashewfamilie, zusammen mit Cashew und Pistazie. Gemeinsame Allergene können innerhalb dieser Familie gefunden werden. Anaphylaktische, IgE-vermittelte Reaktionen wurden nach Verzehr von Mango berichtet. Mango wird oft in tropischen Fruchtsalaten verwendet. Eine allergische Reaktion auf die Frucht hängt davon ab, ob sie reif, geschält, als Konserve, gekocht oder gefroren aufgenommen wird.
Die Banane gehört zur Familie Musaceae die ca. 40 Spezies aufweist. Juckreiz, Gaumenjucken und Schwellung treten sehr häufig auf, bevorzugt bei Pollen-allergischen Patienten. Diese Reaktionen sind jedoch nur selten IgE-vermittelt, sie sind vermutlich durch einen hohen Gehalt von Serotonin in Bananen verursacht. Natürliche Salicylate, die in Ihrer Struktur der Acetylsäure in Aspirin ähnlich sind, kommen in bestimmten Früchten wie z. B. Bananen vor. Da die Menge von Salicylaten normalerweise in Früchten gering ist, kann die Signifikanz von Urtikaria bei Aspirin-empfindlichen Patienten vernachlässigt werden.
Die Birne gehört wie auch der Apfel zu den Pomaceae, der Apfelfamilie. Pollen-allergische Patienten und besonders Birkenpollen-Allergiker entwickeln oft Gaumenjucken, wenn sie Äpfel und Birnen essen. Spezifische IgE-Antikörper gegen Birne wurden gefunden. Einige klinische Fakten weisen darauf hin, daß die Allergene in der Fruchtschale konzentriert sind.
Der Pfirsich gehört zur Pflaumenfamilie, Drupaceae, zusammen mit Pflaume, Zwetschge, Kirsche, Aprikose, Nektarine und Mandel. Hypothetisch kann eine Kreuzreaktivität in bestimmtem Umfang innerhalb dieser Familie erwartet werden. Eine klinische Verbindung besteht auch zwischen diesen Früchten und Birkenpollen-allergischen Patienten.
Die Avocado gehört mit Zimt zur Lorbeerfamilie, Lauraceae. Nicht nur IgE-vermittelte Reaktionen sondern auch Kontaktallergien gegen Avocado-Öl, das in einem Sonnenschutzmittel verwendet wird, wurden berichtet.
Zur Familie der Zitrusfrüchte (Rutacea) gehören viele bekannte Obstarten (Orange, Grapefruit, Limone etc.), Kreuzreaktionen innerhalb dieser Gruppe sind bei Empfindlichkeit zu erwarten. Zitrusfrüchte enthalten hohe Mengen chlorogener Säuren, die durch eine verursachte nicht-spezifische Irritation für viele Symptome scheinbar allergischen Ursprungs verantwortlich sind.
Wie alle anderen Zitrusfrüchte stellt auch die Ananas kein sehr potentes Allergen dar. Vasoaktive Amine in der Ananas können Nahrungsmittelallergie-ähnliche Symptome auslösen (insbesondere bei Ananassaft). Kreuzreaktivität mit Kiwi wurde nachgewiesen. In der Ananas gefundenes Bromelin weist Kreuzreaktionen mit Papain, Gras- und Birkenpollen, Weizen- und Roggenmehl auf. Es können Inhalationsallergien bei der Verarbeitung der Früchte oder Ingestion auftreten.
Die Brombeere gehört zur gleichen Familie wie z. B. auch die Himbeere, Kreuzreaktionen innerhalb der Familie sind zu erwarten.
Aprikosen gehören, wie auch Mandeln und Kirschen, zur Familie der Rosaceae. Bei Birkenpollenallergikern besteht eine erhöhte Gefahr allergischer Reaktionen.
Kirsche (Prunus cerasus)
Subgruppen der Rosacea Familie z. B. Aprikosen, Mandeln, Pfirsiche und Kirschen. Zwischen diesen Früchten besteht höchstwahrscheinlich eine Kreuzreaktivität. Von einer Nahrungsmittelallergie auf Pflaumen können auch Birkenpollenallergiker betroffen sein.
Weintraube Die Weintraube gehört zur Familie der Vitaceae. In Europa, Amerika und Australien gibt es eine Vielzahl verschiedenster kultivierter Weintraubenarten. Allergische Reaktionen treten nur selten auf, Empfindlichkeitsreaktionen sind zumeist auf chemische Zusätze zurückzuführen (Salizylate, Benzoate). Die Reaktionen sind somit, wie z. B. bei Aspirin-Intoleranz, nicht immunologisch bedingt.
Die aus der Familie der Ericaceae stammende Blaubeere ist reich an den Vitaminen A und C. Getrocknete Beeren werden bei der Behandlung von Diarrhöe verwendet.
Blätter, Früchte und Stamm dieses Baumes der Gattung Zitrusfrüchte enthalten einen milchigen Saft, Papain (wird als Fleischzartmacher verwendet). Papain zeigt Kreuzreaktionen mit Pollen, Weizen und Roggenmehl und wird auch unter den Berufsallergenen aufgeführt.
Gemüse
Die Erbse hat ihre frühere Hauptbedeutung als Proteinlieferant in der heutigen Zeit verloren. Der Haupt-Proteinlieferant unserer Zeit ist Fleisch.
Sie gehören zur Familie der Hülsenfrüchte. Kreuzreaktionen zwischen den einzelnen Allergenen sind daher nicht auszuschließen.
Bei Kindern sind adversive Reaktionen auf den Verzehr von frischen Tomaten nicht ungewöhnlich. Tyramin, Serotonin und Tryptamin sind die Auslöser für Symptome, die einer Nahrungsmittelallergie gleichen. Es wurden Kreuzreaktionen zur Erdnuß und zu verschiedenen Graspollen festgestellt.
Die Karotte ist eines der wichtigsten Wurzelgemüse für die menschlicher Ernährung ebenso wie für die Viehfütterung. Allergische Reaktionen auf Karotten können sich in Urtikaria und Bronchialasthma äußern, sporadisch können auch Reaktionen wie anaphylaktischer Schock auftreten.“Gemüse-Allergene“ wie z. B. Karotten sind meist hitzeempfindlich, der Verzehr gekochter Karotten führt wesentlich seltener zu allergischen Symptomen als der des rohen Gemüses. Eine Kreuzreaktivität zu Kiwi konnte nachgewiesen werden.
Der Verzehr von Kartoffeln löst nur selten Überempfindlichkeitsreaktionen aus, das Schälen hingegen führt oft zur Ekzembildung. Bei Gräserpollenallergikern können auch Irritationen im Mund- und Augenbereich sowie Rhinitis auftrete. Ebenfalls verbunden können hiermit sein: Bronchialasthma, Urtikaria und Quincke-Ödem. Kreuzreaktionen zu Karotten, Äpfeln und Birkenpollen konnten nachgewiesen werden.
Durch Knoblauch können sowohl Bronchial- als auch Nasal- und Hautreaktionen ausgelöst werden. Bei Knoblauch-empfindlichen Patienten wurden erhöhte IgE-Werte festgestellt.
Die Knollen dieser zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) gehörenden Gemüsepflanzen werden gewöhnlich als Speisewürze verwendet
Sellerie gehört zur Familie der Umbelliferae wie auch Petersilie, Karotten, Koriander, Dill, Fenchel. Häufige Allergene können in dieser Familie gefunden werden. Die grünen oder gebleichten Blätter sowie die Knollen werden in vielen Gerichten verwendet. Es wurde berichtet, daß eine Allergie gegen Sellerie vielfältige Attacken von Urtikaria, Angiödem und auch anaphylaktische Schocks nach dem Genuß von Sellerie hervorrufen kann.
Petersilie gehört ebenfalls zur Familie der Umbelliferae. Kreuzreaktivitäten innerhalb dieser Familie können auftreten. Petersilie ist ein Gewürzkraut, das oft zur Dekoration benutzt wird. Allergische Reaktionen wie anaphylaktischer Schock werden insbesondere bei Kräuterpollen-Allergikern beobachtet.
A. hortensis ist der meistkultivierteste Speisepilz in Europa und Amerika.
Spinat ist das einzige genießbare Gemüse seiner Familie. Es sind keine Kreuzreaktionen mit anderen Pollenarten bekannt.
Der Kopfsalat gehört zur Unterfamilie der Cichorioideae und ist eines der am meisten verwendeten Gartengemüse. Er enthält viele für allergische Reaktionen verantwortliche Komponente, z. B. Artemisia, Chrysanthemum und Helianthus. Fälle von Allergien sind bisher selten dokumentiert.
Der Kohl gehört zu einer sehr vielseitigen Familie, der z. B. auch Raps für die Ölproduktion zuzurechnen ist. Kreuzreaktivität innerhalb der Familie Brassiaceae ist zu erwarten. Bei Untersuchungen und Vergleichen weiterer allergischer Reaktionen auf andere Vertreter der Familie(z. B. Broccoli, Blumenkohl oder Senf) kam man zu der Schlußfolgerung, daß Pflanzen allergene Spezifitäten teilen können.
Der Rosenkohl gehört zu der gleichen Familie wie der Kohl an.
Paprika gehört zur Familie der Solanaceae und wird auch Cayenne oder Chilli genannt. Andere Arten wie der Spanische Pfeffer oder der Cayenne Pfeffer gehören zur gleichen Gruppe. Die Familie umfaßt mehr als 2000 verschiedene Arten. Es wurden IgE-vermittelte Inhalationsallergien nachgewiesen.
Fenchelsamen und frischer Fenchel (Foeniculum vulgare) Fenchel wird frisch als Gemüse und in getrockneter Form als Gewürz verwendet.
Mohnsamen (Papver somniferum)
Kürbis (Cucur bita pepo)
Zuckerrübensamen
(Beta vulgaris sacharifera)
Linsen
(Lens esculenta)
Gurke (Cucumis sativus) Der gleichen Familie gehören auch Melone und Kürbis an. Kreuzreaktivität innerhalb der Stammfamilie sowie mit Bananen wurden festgestellt. Einige allergene Komponente teilt die Gurke mit der Ambrosie.
Guar (Cuyamopsis tetragnoloba) Guar gehört zur Familie der Leguminoseae und ist ein wichtiges Konservierungsmittel für Käse, Salatsoßen, Eiscreme, Zahnpasta etc.. Es findet auch für diätetische Maßnahmen Verwendung. Guar gilt als Inhalationsallergen (Berufsallergen) und als Nahrungsmittelallergen. Zusammen mit einer IgE-Sensibilisierung wurden auch berufsbedingte Rhinitis und Asthma festgestellt. Zwischen Guar und Gummi arabicum wurden keine Anzeichen von Kreuzreaktivität gefunden.
Broccoli
(Brassica oberacea var italica)
Spargel (Asparagus officinalis)
Aubergine
(Solanum melongena)
Rote Bohne, Kidneybohne (Phaseolus vulgaris) Die zur Familie der Brassiacaceae gehörende Kidneybohne ist besonders in der nordamerikanischen Küche sehr beliebt.
Blumenkohl (Brassica oleracea var botrytis) Blumenkohl stammt aus der Familie der Brassicaceae.
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